Bunte Parlamente in Europa – Schwieriges Regieren in schwierigen Zeiten

Die politischen Systeme in Europa sind in Bewegung. Regierende Parteien werden abgestraft, neue ziehen in die Parlamente ein. Verhältniswahlrecht und Zersplitterung machen dabei das Regieren kompliziert. Größere Budgetdefizite und mangelnde Reformkraft sind mögliche Folgen.

Reform des chinesischen Gesundheitssystems – notwendige Bedingung für ausgeglicheneres Wachstum

Chinas Gesundheitssystem war in den vergangenen Jahren stark unterfinanziert. 2009 kündigte die Regierung eine umfassende Reform an, die den Krankenversicherungsschutz bis 2011 auf 90% der Bevölkerung ausdehnen soll. Ein weiteres Ziel ist die Ankurbelung des inländischen Konsums um ausgeglicheneres Wachstum zu erreichen. Die Reformen sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bestehen weiterhin zahlreiche Herausforderungen…

Mittelstand in Polen: Klein(er), aber dominant

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat der EU-27 in 2009 einen Wachstumseinbruch von rd. 4% beschert. Polen konnte als einziges Mitgliedsland ein positives Wirtschaftswachstum von 1,7% erzielen – was allerdings deutlich unter dem wirtschaftlichen Entwicklungspotential der Volkswirtschaft lag, die in 2008 immerhin noch einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 5,3% vorweisen konnte. So konnte sich Polen also auch nicht gänzlich der weltweiten Rezession entziehen. Ihre negativen Folgen spiegeln sich u. a. in einer steigenden Arbeitslosigkeit sowie in höherer Staatsverschuldung wider.

Immobilienmärkte in Asien: Keine erschreckenden Blasen - bisher!

Nach dem Platzen von Hauspreisblasen in zahlreichen OECD-Ländern behalten Anleger Preisentwicklungen an Vermögensmärkten, die auf eine Blase hindeuten könnten, genau im Blick. Derzeit überbewertet sind vor allem die Wohnungsmärkte in China, Hongkong und Singapur. An den indonesischen oder koreanischen Märkten für Wohnimmobilien oder den malaysischen Büromärkten sind keine Risiken für sinkende Preise zu erkennen. Trotz des eindeutigen Risikos einer Korrektur an einigen Märkten für Wohnimmobilien, gehen wir nicht davon aus, dass dies zu ernsthaften makroökonomischen Verzerrungen führen wird. Denn an den untersuchten Märkten gibt es kein Subprime-Segment, und die Schuldenfinanzierung ist von sehr viel geringerer Bedeutung als in zahlreichen OECD-Ländern. Auch sind mittel- bis langfristige Trends wie Urbanisierung und Bevölkerungswachstum weiterhin intakt.

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